Lebendige Tradition – neuer Glanz für altes Feldkreuz

Unser gemeinnütziger Kulturverein stellte vor kurzem ein weiteres Projekt fertig – allen Corona-Widrigkeiten zum Trotz! Das in die Jahre gekommene Feldkreuz auf dem Weg von Walleshausen nach Pestenacker, das ursprünglich 1956 zum Abschluss der Flurbereinigung aufgestellt und 2019 aufgrund seines schlechten Zustands entfernt werden musste, konnte Ende August wieder aufgestellt werden. Neue Eichenbalken ersetzten das alte, morsche Holz; die noch intakte aber stark verwitterte hölzerne Haube wurde aufgefrischt und die aus Kupfer gefertigte Verkleidung gereinigt. Gleichzeitig wurde die schöne gusseiserne Jesusfigur aufwendig von den alten überlappenden Lackschichten befreit und liebevoll komplett neu angemalt. Ein neuer feuerverzinkter Stahlträger und ein neu errichtetes Fundament sorgen für Standhaftigkeit.

Eine Besonderheit stellt die Wiederanbringung der Erinnerungstafel mit dem Bild des Hl. Johannes des Täufers dar. Es ist eine originalgetreue Kopie der 1956 im Auftrag von Frau Viktoria Teufl gestifteten Bildtafel. Auf dieser (laut einem Zeitungsartikel) vom Münchner Kirchenmaler Hauser gefertigten Tafel war Folgendes zu lesen: „An dieser Stelle ist vor 100 Jahren eine Hebamme von Pestenacker, die zur Ausübung ihrer Berufspflicht in Walleshausen weilte, auf dem Heimweg erfroren. Diese Bildtafel zu Ehren St. Johannes Bapt. wurde gestiftet von Vikt. Teufl, Hebamme v. Walleshausen und soll daran erinnern. 1956“

Die verwitterte Originaltafel wurde vor Jahren aufgrund ihres schlechten Zustands vom Kreuz abgenommen und restauriert; sie befindet sich heute im Besitz einer Nachfahrin der Stifterin, die unserem Verein dankenswerterweise ermöglicht hat, diese Kopie anzufertigen. Die Renovierung erfolgte zu 100% auf Kosten des Vereins. Ein herzliches Vergelt’s Gott an allen Vereinsmitglieder und Helfer, die uns dabei tatkräftig unterstützt haben!